BÜNDNIS 90/ DIE GRÜNEN Düsseldorf
Wahlprogramm 2004 - 2009

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Ökologische Stadt

Abfall

Düsseldorfs Abfallmengen wurden in den letzten Jahren geringer. Hier zeigen sich langsam die Erfolge grüner Bundes- und Landespolitik zur Müllvermeidung und zum Schutz der Umwelt. Dennoch werden die Bemühungen zur Abfallvermeidung durch immer neue und flüchtige Warenmoden und "Ex-und-Hopp"-Produkte konterkariert. Mit einer Recycling- und Reparaturfreundlichkeit der Produkte und Verpackungen kann diesem Trend begegnet und zum sparsamen Einsatz wertvoller Rohstoffe beigetragen werden.

In Düsseldorf wendet sich die Ratsmehrheit von CDU und FDP von einer Ressourcen schonenden Abfallpolitik ab. Sie hat das Aus von drei Recyclinghöfen beschlossen, den Ausstieg aus der Biotonne eingeläutet und verhindert mit ihrer Mehrheit den Neubau eines Recyclinghofes in Eller. In ihrer Kurzsichtigkeit erkennt sie nicht, dass dies der Einstieg in eine neue Kostenspirale ist.

Bei der Abfallentsorgung sind die Fixkosten der wesentliche Posten. Die Kosten für die Abfallentsorgung können nur dauerhaft gesenkt werden, wenn so viel Müll wie möglich wiederverwertet anstatt teuer und luftbelastend verbrannt wird. Dies schont die Umwelt und den Geldbeutel. Wir wollen erreichen, dass Düsseldorfs Abfallmengen verringert und besser wieder verwertet werden.

Düsseldorfs Abfallmengen verringern und besser wieder verwerten

  • Wir werden die DüsseldorferInnen besser über Müllvermeidung, -trennung und -entsorgung informieren lassen - auch durch die Awista.
  • Düsseldorf braucht fünf Recyclinghöfe. Neben denen in Flingern, Lohausen und Garath werden wir in Eller und Oberkassel neue bauen lassen. Dort sollen alle Wertstoffe gesammelt werden.
  • Die Grünschnittsammlung wird in allen Stadtbezirken wieder aufgenommen.
  • Die Abfallentsorgung wird neu organisiert. Soweit es räumlich möglich ist, sollen in allen Stadtteilen die Biotonne und die blaue Tonne oder die Stapelabholung des Altpapiers eingeführt. Diese Abfalltrennung verbessert die Wiederverarbeitungsfähigkeit der Abfälle, senkt deutlich die Entsorgungskosten und spart Rohstoffe. Dadurch können die hässlichen Sammelbehälter aus dem öffentlichen Raum verschwinden.
  • Wir werden die Eigenkompostierung fördern.
  • Wir stehen für mehr Gebührengerechtigkeit bei der Abfallentsorgung. Der Aufwand der Abholung und das jeweilige Müllaufkommen müssen verursachungsgerecht bewertet werden. Die gegen Mißbrauch notwendige rechnerische Mindestabfallmenge muss von Zeit zu Zeit errechnet und gegebenenfalls angepasst werden. Müll vermeiden und trennen muss sich lohnen.
  • Wir werden uns dafür einsetzen, dass die Stadt und ihre Töchter Vorbild bei der Nutzung von Recyclingpapier zugunsten der Regenwälder werden.
  • Beim Abriss von Gebäuden in Düsseldorf werden wir ein Baustoffrecycling sicherstellen. Dies spart Kies, der an anderer Stelle, beispielsweise am Niederrhein oder am Elbsee, gewonnen werden müsste.

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