BÜNDNIS 90/ DIE GRÜNEN Düsseldorf
Wahlprogramm 2004 - 2009

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Demokratische Stadt

Frauen

Die Grünen stehen für eine Gesellschaft, die Frauen und Männer ermutigt, ihre eigenen Lebensentwürfe zu verwirklichen und ihnen dafür die Rahmenbedingungen schafft. Grüne Politik hat sich schon von Beginn an für die Durchsetzung der Gleichberechtigung stark gemacht. Paritätische Besetzung von Gremien, Frauenförderpläne in Städten und Betrieben, Frauenberatungsstellen, Frauenbüros und Frauenbeauftragte in den Städten und Gemeinden, Gleichstellungsgesetze auf Länderebene, die Aufmerksamkeit, die Gewalt gegen Frauen inzwischen erhält und die Gesetze hierzu - all dies geht auf grüne Initiativen zurück. Kurz: Es hat sich in der Frauenpolitik bereits viel bewegt. Trotzdem bleibt noch einiges zu tun: Es gibt immer noch erhebliche Lohnunterschiede, allein Erziehende sind in dieser Gesellschaft schlechter gestellt, Frauenhandel und Zwangsprostitution haben zugenommen.

Frauen und Arbeitsmarkt

Wir setzen uns ein für eine geschlechtergerechte Teilhabe am Erwerbsarbeitsmarkt für Frauen. Geeignete Maßnahmen sind eine gezielte und aufeinander abgestimmte Arbeitsmarkt- und Familienpolitik, um der Abwanderung junger Frauen und junger Paare entgegen zu wirken. Hierzu gehören auch weitere Anstrengungen zur Verbesserung der Kinderbetreuung und die Sensibilisierung von jungen Vätern für ihre Mitverantwortung bei der Familienarbeit. Wir wollen, dass arbeitsmarktintegrative Maßnahmen für langzeitarbeitslose Frauen unter besonderer Berücksichtigung von älteren und allein erziehenden Frauen fortgesetzt und neu entwickelt werden. Für un- und angelernte Frauen wollen wir konkrete Qualifizierungsmaßnahmen, um die stärkere Bedrohung von Erwerbslosigkeit abzufedern.

  • Wir werden das Programm offene Ganztagsschule ausbauen und die Zahl der Betreuungsplätze für Kinder unter drei Jahren bedarfsgerecht erhöhen.
  • Wir werden uns dafür einsetzen, dass die Stadt Düsseldorf eine Vorbildfunktion übernimmt, indem sie nicht nur mindestens die Hälfte aller Ausbildungsplätze an Mädchen und junge Frauen vergibt, sondern auch aktiv den Anteil von jungen Frauen in bisher "mädchenuntypischen" Ausbildungsberufen erhöht. Dies kann z.B. geschehen, indem die Stadt sich in Kooperation mit der Regionalstelle Frau & Beruf, den städtischen Töchtern und ansässigen Betrieben und Unternehmen verstärkt am jährlich stattfindenden Girl's day, dem Mädchen-Zukunftstag, der Mädchen und junge Frauen über handwerkliche und technische Berufe informiert, beteiligt.
  • Immer mehr Frauen machen sich selbstständig. Wir treten dafür ein, dass die Stadt diese Initiativen von Frauen unterstützt und fördert, unter anderem dadurch, dass sie ein entsprechendes Beratungsangebot bereitstellt. Auch die kommunale Vernetzung von beratenden Institutionen und die Sensibilisierung und Aktivierung traditioneller Wirtschaftsförderinstitutionen und Kreditanbieter wollen wir erreichen. Um Frauen den Start in die Selbstständigkeit zu erleichtern, setzen wir uns für die modellhafte Errichtung eines Existenzgründerinnenzentrums ein.

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