BÜNDNIS 90/ DIE GRÜNEN Düsseldorf
Wahlprogramm 2004 - 2009

Inhaltsverzeichnis

Ökologische Stadt

Düsseldorfs ÖPNV muss attraktiver werden

  • Eine neue Regio-Bahn soll Lintorf, Ratingen-West und das neue Bürogebiet an der Hohenzollernstraße im Norden Flingerns vernünftig mit dem Hauptbahnhof verbinden. Mit einem zweiten Bahnsteig muss der Bahnhof Bilk endlich zum Regionalhalt werden.
  • Den Bau der Messeschleife für die U 80 - egal ob im Tunnel oder über die Wiese - ist überflüssig und Geldverschwendung. Mit Shuttlebussen werden wir das Fahrgastaufkommen an Messetagen und bei Veranstaltungen gut und günstig befördern lassen.
  • Die Rheinquerung - unter- oder oberirdisch - von Neuss über Lörick zur Messe und dem Flughafen mit einer Verlängerung nach Ratingen-West werden wir endlich angehen.
  • Die Verlängerung der U 79 über das Werstener Kreuz und der 706 über die Himmelgeister Straße zur Universität ist dringend erforderlich. Das Entwicklungsgebiet an der Theodorstraße muss mit einer Straßenbahn erschlossen werden.
  • Eine Reaktivierung des in den letzten fünf Jahren vernachlässigten Straßenbahnbeschleunigungprogramms ist unerlässlich. Bessere Ampelschaltungen und erhöhte Haltestellenanlagen machen den Betrieb zuverlässlicher und schneller.
  • Wir werden uns für einen besseren Abend- und Nachtverkehr einsetzen. Hierzu gehört eine Anschlusssicherung an wichtigen Umstiegshaltestellen nach 20 Uhr, eine längere Bedienung der wichtigsten Strecken - eventuell in einem speziellen Abendfahrplan - und ein Nachtbusfahrplan, mit dem auf festen Linienwegen die Stadtteilzentren von der Innenstadt aus erreicht werden.
  • Wir wollen uns für mehr und komfortablere Warteanlagen einsetzen. Des Weiteren werden wir dafür sorgen, dass die S-Bahnhaltepunkte in die dauerhafte und ordentliche Pflege der Stadt übernommen werden.
  • Entsprechend dem Job-Ticket sollen günstige Tickets für MieterInnen eines Wohnungsunternehmens angeboten werden - in Bochum ist ein solches Modellprojekt gut angelaufen. Diese Regelung muss auch auf Sozialhilfebeziehende ausgedehnt werden.

Düsseldorfs Verkehr muss sicherer werden

  • Wir werden uns für verbesserte Ampelphasen für Fußgängerinnen und Fußgänger einsetzen.
  • Der umfassende Einsatz von Zebrastreifen ist in anderen Städten ein erfolgreiches Mittel, ohne teure (Bedarfs-) Ampeln zahlreiche sichere Überwege zu schaffen. Die Übergänge - besonders an den Kreuzungen - müssen so gestaltet werden, dass der Gehweg bis zur Fahrspur reicht und frei von parkenden Autos gehalten wird. Gerade in den Wohngebieten mit Kindern ist es wichtig, dass die Übergänge von allen VerkehrsteilnehmerInnen eingesehen werden können. Dafür werden wir uns einsetzen.
  • Mehr Kreisverkehre tragen zu einer stadtverträglichen Verkehrsregelung bei, ohne überdimensionierte Kreuzungen mit teuren Ampeln.
  • Mit Schulwegprogrammen werden wir helfen, dass die Kinder sich alleine und verantwortungsbewusst im Verkehr bewegen können und die AutofahrerInnen darauf Rücksicht nehmen. Hierzu gibt es bewährte Konzepte, wie "I walk to school!" und "Mit dem Rad zur Schule".
  • Eine gute Beleuchtung ist ein Garant für Sicherheit und Sicherheitsgefühl. Dies bedeutet, dass Peitschenlampen, die nur die Straßenmitte ausleuchten, oder dunkle Unterführungen, wie beispielsweise am Worringer Platz, der Bachstraße, der Hüttenstraße oder am Reisholzer S-Bahnhof eine vollkommen ungenügende Straßenbeleuchtung bieten. Das werden wir ändern.

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