BÜNDNIS 90/ DIE GRÜNEN Düsseldorf
Wahlprogramm 2004 - 2009

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Ökonomische Stadt

Wirtschaftsförderung

Wirtschaftsförderung bedeutet in erster Linie, die richtigen Rahmenbedingungen, d.h. Standortfaktoren für Betriebe und Unternehmen zu schaffen. Wichtiger werden dabei zunehmend die so genannten weichen Standortfaktoren wie das Wohnumfeld, die Freizeit - und Erholungsmöglichkeiten und die soziale Infrastruktur, z.B. Kinderbetreuungsmöglichkeiten. Durch einen frühzeitig geförderten Branchenmix ist Düsseldorf Standort Nr. 1 für Telekommunikation, Werbung und Mode und Nr. 2. für Unternehmensberatungen und internationale Kanzleien, sowie führender Messeplatz.

Es ist unbestritten, dass die Stellung als "Global City" weiter gepflegt werden muss. Doch die Pflege eines internationalen Wirtschaftsstandorts darf die Lebensqualität (auch) als Standortfaktor, sowie den Mittelstand und das Handwerk vor Ort nicht vergessen. Besonders die Zukunftsfähigkeit der Stadt, das heißt die ökologische Verantwortung in Einklang mit den ökonomischen Notwendigkeiten zu bringen, ist für uns eines der wesentlichen Themen. Die aktuelle Stadtentwicklungspolitik hat hier erhebliche Defizite. Eine aktive Förderung einer umweltverträglichen Wirtschaft findet nicht statt.

Unser Ziel ist, Düsseldorf als Wirtschaftsstandort weiter für die Zukunft zu rüsten. Hierbei soll die Wirtschaftsförderung der Stadt Unternehmen unterstützen und fördern. Wir wollen Förderung für Unternehmen "aus einer Hand", damit lange Wege und Zuständigkeiten nicht zu einer bürokratischen Hürde werden.

  • Wir fördern die Schaffung von Arbeitsplätzen, gerade im Handwerksbereich, durch ökologisch sinnvolle Investitionen, z.B. in dem wichtigen Bereich der Energieeinsparungskonzepte, wie energetische Altbausanierung.
  • Wir sind - ebenso wie die Handwerkskammer - für Ausschreibungen von städtischen Arbeiten in Teillosen, damit mehr Düsseldorfer und regionale Unternehmen sich beteiligen können. Da, wo rechtlich möglich, soll eine bevorzugte Vergabe von Aufträgen an Firmen aus Düsseldorf und solchen Unternehmen erfolgen, die eine gute Ökobilanz und/oder eine höhe Ausbildungsbereitschaft und eine Realisierung von Frauenförderplänen nachweisen.
  • Wir werden Architektenwettbewerbe bei Projekten mit städtischer Beteiligung ausloben, damit auch den kleinen Büros eine Chance auf Auftragserteilung ermöglicht wird
  • Wir setzen uns ein für die gezielte Förderung und Ansiedlung ökologischer, innovativer und beschäftigungswirksamer Betriebe und Dienstleistungsunternehmen, unter anderem durch Subventionierung von Grundstückspreisen. Hierzu bieten sich z.B. die Theodorstraße in Rath oder das ehemalige Thyssen-Krupp-Gelände in Benrath als innerstädtische Industriebrachen an
  • Wir unterstützen Existenzgründungen durch Intensivierung des "Start up"- Programms sowie die gezielte Förderung der Existenzgründung von Frauen und die Einrichtung eines Gründerinnenzentrums.
  • Wir werden die regionale Abstimmung verbessern und gemeinsame Projekte der Wirtschaftsförderung vorantreiben.
  • Wir werden uns für Förderpreise als Anreiz zum ökologischen Wirtschaften und im Forschungsbereich stark machen. Hierzu gehört z.B. auch der "Firmenpreis" für Schulen (lokale Agenda).
  • Wir werden dafür sorgen, dass besonders ökologische Unternehmen sowie Unternehmen, die die Vereinbarkeit von Beruf und Familie fördern, die Unterstützung der Stadt bei ihrer Öffentlichkeitsarbeit und Werbung erfahren.

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